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Kaffee in Kuba

Der Anbau von Kaffee zählt zu den Kernelementen der kubanischen Geschichte und ist heute eine langjährige Tradition in Kuba.

Entdeckt die kubanischen Kaffeesorten

Ihr liebt Kaffee? Das schwarze Gold macht Euch Tag für Tag fit für alles, was vor Euch liegt? Während Eurer Kuba Reise könnt Ihr herausfinden, wie die Bohne zum Getränk wird.

Die kubanische Kaffeeindustrie hat eine turbulente Vergangenheit hinter sich, wächst aber bis heute immer weiter. Nicht nur die Kaffeebohnen und der Produktionsprozess sind etwas Besonderes, sondern eben auch die Art und Weise, wie Kaffee in Kuba serviert wird. Wir haben für Euch alles wissenswerte zum Thema “Kaffee in Kuba” zusammengetragen. Vorsicht! Es wird lecker!

Die Geschichte des Kaffee in Kuba

Mitte des 18. Jahrhunderts begannen die Einwohner Kubas Kaffeepflanzen anzubauen,und nur wenig später – gegen Ende desselben Jahrhunderts startete der Kaffeeexport in Spanien. Während des folgenden Jahrhunderts, wuchs der Verkauf von Kaffee und Zucker rasant, und bis zum Jahr 1950, überschritt der Export von Kaffee aus Kuba die sagenhaften 20.000 Tonnen.

Kaffee in Kuba nach der Revolution

Nach 1956 erfolgte der Abstieg dieser einmaligen Kernindustrie. Der Grund dafür lag in der Verstaatlichung der gesamten Industrie – sprich: Kaffeeplantagen und -fabriken gehörten nun der Regierung, was für die Effizienz in der Produktion gravierende Folgen hatte. Ebenso wurde der Export von Kaffee aus Kuba ins Abendland beendet, und als Folge waren die einzigen Zielländer die sozialistischen Staaten Europas, die ähnliche politische Ziele und Systeme hatten. Nach dem Eintreten in die sowjetischen Welt erlangte die Kaffeeindustrie Kubas wieder einen gewissen Status – klar, da Kuba als lateinamerikanische Insel als einziges Land in der Gemeinschaft sozialistischer Staaten in der Kaffeeproduktion ganz oben agierte.
Nach dem Kollabieren der Sowjetunion wurde die Kaffeeindustrie von Kuba zeitweise von anderen tropischen Ländern, die an der globalen Marktwirtschaft teilnahmen, überholt.

Kaffee in Kuba heute

Die kubanische Kaffeeindustrie ist heutzutage immer noch einflussreich: die Kubaner sind sehr stolz auf ihren Traditionen und ihrer einzigartigen Weise, Kaffee zu genießen. Aber die Kaffeeindustrie in Kuba ist noch nicht so weit entwickelt wie es in den Nachbarländern der Fall ist: es gibt noch einige Herausforderungen zu überwinden. Zum einen ist die Infrastruktur der Kaffeeanbauregionen noch ausbaubar, zum anderen belastet das Klima immer wieder den Anbau der Kaffeepflanzen und die Ernte. Um die 6000 Tonnen Kaffee werden in Kuba heute jährlich erwirtschaftet.

Wie trinkt man Kaffee in Kuba?

In Kuba, und auch in den Regionen der Welt mit einem starken kubanischen Einfluss – wie etwa das nah gelegene Florida – genießt man Kaffee in der Tendenz stark, und der Kaffee wird nach ganz spezifischen Methoden zubereitet. Hier findet Ihr eine Liste von Kaffeespezialitäten, die man in Kuba genießen kann.

  1. Cafecito – auch als Café Cubano bekannt, ist ein sehr intensives, kleines und süßes Getränk, das im Wesentlichen eine Mischung von Kaffee und braunem Zucker ist. Bereits beim Aufbrühen fügt man Zucker hinzu – folglich ist der Cafecito sehr süß – ein Genuss für den süßen Zahn.
  2. Café con leche – Café con leche bedeutet einfach „Kaffee mit Milch“ auf Spanisch, das ist kein normaler Macchiato oder Latte, sondern schlicht ein Espresso mit einer Tasse Milch, die traditionell getrennt vom Kaffee serviert wird. Wenn Ihr einen schwarzen Kaffee ohne Zucker wollt, bestellt man am besten ganz ironischerweise diesen Kaffee! Cafe con leche wird oft zum Frühstück genossen.
  3. Cortadito – hier diesem Begriff verbirgt sich ganz einfach ein Cafecito mit Milch! Wenn Ihr also Kaffee mit Milch und Zucker bevorzugt, bestellt Ihr am Besten einen Cortadito – für Euch die beste Wahl.
  4. Colada – Wenn die Kubaner ihre Arbeitspause machen, besuchen sie gerne mal ein Café in der Nähe, wo sie zusammen eine Colada bestellen. Ein Colada ist grundsätzlich ein großer Cortadito, was normalerweise 4 oder 5 Shots Espresso beinhaltet, und in einer großen Tasse angeboten wird. Die Kubaner teilen dann diese Kaffee gemeinsam – so geht Teambuilding in der Karibik.

Wo in Kuba Kaffee angebaut wird

Habt Ihr Lust, einen Tabakbauern auf seiner Plantage zu treffen, um Prozess und Produkt ein bisschen besser kennenzulernen? Es lohnt sich, eine Rundreise zu unternehmen, die die östlichen Regionen des Landes beinhaltet, denn dort gibt es die besten und beliebtesten Kaffeeregionen in Kuba.
Am besten können wie ein Besuch in den Sierra Maestra Nationalpark empfehlen, wo man einen Kaffeeplantagenbesuch mit einer Wandertour in den Bergen kombinieren kann: vor allem empfehlenswert, wenn Ihr im Urlaub aktiv sein wollt! Wandern in Kuba ist eine besonders schöne Aktivität – weil die Landschaft einfach ein Traum ist. Eine weitere Option, besonders wenn Ihr die westlichen Regionen des Landes erkunden wollt, wäre ein Besuch nach Soroa – einem schönen ländlichen Dorf mit einigen Kaffeeplantagen, eine gute Idee. Die meisten anderen Kaffeeplantagen sind in El Cobre, La Gran Piedra, Dos Palmas und Contramaestre, in den Zentral- und Ostregionen des Landes. Es gibt viele Kaffeefarmen rund um Gran Piedra und auch die Finca La Isabélica, die heute als Museum für Kaffeeverarbeitung gilt, befindet sich gerade mal 2 km entfernt von dort.
Wenn ihr einen Zwischenstopp in Las Terrazas im Westen des Landes macht, ist das Café de Maria ein echter Insidertipp für Kuba und bietet Euch natürlich wirklich leckeren Kaffee. Ganz in der Nähe liegt die Tabak- und Kaffeeregion Viñales, in der man Wandern und Reiten kann und viel über diese kubanischen Produkte erfährt.

Du hast Lust auf Kuba bekommen?

Kaffee in Kuba geniessen

Viele Kuba Reisende entscheiden sich, eine Kaffeeplantage in Kuba zu besuchen, um zum einen den Kaffee direkt vom Feld über Trocknung und Röstung in die Tasse zu bekommen, zum anderen, um die Landschaft rund um die Plantagen zu genießen. Der Farmer zeigt Euch den Prozess der Kaffeeherstellung, den er und seine Mitarbeiter jeden Tag durchführen.

Wenn Ihr Kaffee trinken möchtet und gerade zufällig keine Kaffeeplantage in der Nähe ist, könnt Ihr Euch auch in einer sogenannten Cafeteria niederlassen. Diese kleinen Lokale bieten nicht nur Kaffee, sondern auch kleine Mahlzeiten. Und den Kaffee genießen kann man eigentlich ja auch überall…